Villenkolonie

Die sog. Villenkolonie – auch Parksiedlung genannt – war das erste Siedlungsprojekt auf dem Terrain der Gemeinde Großhadern. Erschlossen wurde es ab etwa 1905 von der “Heimstätten-Gesellschaft m.b.H.” aus München auf den Wiesen westlich des Waldfriedhofs und südlich der Würmtalstraße. Die heutige Sonnenblumenstraße (damals Parkstraße) und die Pfingstrosen- straße (damals Lindenalle) begrenzten das Gebiet im Westen und Süden.
Unter dem offiziellen Namen “Gartenstadt München-Süd-West” wurden Bauplätze und fertige Villen angeboten. Als besonderes Argument und Kaufanreiz führte man die Nähe zu der 1905 eröffneten (elektrischen) Straßenbahnlinie 16 und zum bekannten Ausflugsziel der Waldgaststätte “Holzapfelkreuth” an.

Vor allem wohlhabende Bürger aus der Stadt ließen sich dort nieder: Unter den ersten Bauherren und Bewohnern befanden sich z.B. Apotheker, Bildhauer und Künstler, ein Musikalien- und ein Kunsthändler, ein Hofschauspieler aber auch zu Amt und Würden gekommene Beamte.